Ryze Tello Drohne: Ein kleiner Test-Bericht

Zeit für das Sommerloch in meinem Blog. Die Wärme, das Haus und alles mögliche benötigen gerade sehr viel Zeit, deswegen gibt es diesmal auch etwas für die Freizeit bevor es dann später wieder mit eher technischen Blog-Posts weiter geht.
Nach dem ich mir letztes Jahr eine günstige Drohne aus China geleistet habe und diese nach ganzen 5 Minuten Flug auch unglaublich warm wurde und sich dann entschied gar nicht mehr an zugehen, war es dieses Jahr mal Zeit für ein etwas besserer Drohne. Ich hatte jetzt nicht vor wirklich viel damit zu machen, weil mir da auch einfach die Zeit und die Ideen gerade fehlen.
Deswegen hielt ich eine günstige Marken-Drohne einfach für viel zu teuer. 300-400 Euro um da mal bei meinen Eltern auf dem Dorf etwas rum zu fliegen und Orte meiner Kindheit und Jugend mal von oben zu sehen sind einfach doch zu viel, gerade wenn man das Geld auch in das Haus oder eine Nintendo Switch investieren kann. Meine wundervolle Ehefrau schenkte mir dann zu Weihnachten eine Ryze Tello Drohne. Diese soll auf DJI und Intel Technoligie aufbauen, aber deckt eine Zielgruppe als die normalen DJI-Drohnen ab. Mit knapp 100 EUR auch wirklich günstig. Es ist mehr ein Spielzeug mit einer brauchbaren kleinen Kamera und es gibt ein SDK, falls man sich auch mal mit der Programmierung der Drohne beschäftigen möchte. Die Drohne ist natürlich auch eher klein und leicht.
Sie kann einen ruhig auf den Kopf fallen ohne dass man Angst vor Verletzungen haben muss und deswegen auch rechtlich einfacher ist als teurere und schwerere Drohnen.

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Aber erst einmal zur Ausstattung. Es gibt die Drohne, einen Akku und ein Micro-USB Kabel. Mehr nicht. Die Steuerung geschieht über das Smartphone per WLAN und App. Man soll auch Game-Controller verwenden können aber da war ich jetzt weniger motiviert das auszuprobieren. Ich habe das USB-Kabel durch ein altes Netzteil des Samsung Wave 1 (das mit OLED und Bada 2.1!) ersetzt und erst einmal den Akku lange geladen. Der Akku lädt lange und soll dann so 10-15min halten. Ich kann 5-10 Minuten bestätigen. Danach muss man wieder laaaaange laden. Also wer die Drohne auf einen Ausflug oder einen Besuch mitnehmen möchte, sollte sich ein paar Zusatzakkus und vielleicht ein zusätzliches Ladegerät dazu kaufen. Günstige Drohne aber das Zubehör ist mehr als optional!

Die App kann sich einfach über den Playstore installieren und das Smartphone verbindet sich schnell mit dem WLAN der Drohne. Alles ganz einfach. Dann kam der Start. Die alte und jetzt defekte China-Drohne machte viel Krach, stieg auf, eierte rum bis sie sich stabilisierte und flog dann recht schwerfällig und ungenau. Die Tell-Drohne wartete auf den Start-Befehl, stieg gerade nach oben und hielt sich stabil in der Luft. Die Steuerung ist auch auf dem Touchscreen sehr gut, so dass man Drehen und Bewegen mit beiden Daumen gut koordinieren kann.
Wenn man die Drohne einmal ausgerichtet hat, bleibt sie stabil, wobei bei meinen Tests jetzt nicht so viel Wind war.

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Fotos kann man über eine Taste machen und sie werden als PNG direkt auf dem Smartphone gespeichert. Belichtung ist bei der Drohne nicht immer ideal, falls Licht und Schatten zu höheren Kontrasten führen. Da muss man etwas durch die Ausrichtung ausgleichen, wie man es auch von der Smartphone Kamera-App gewohnt ist. Die Bildqualität ist natürlich im Vergleich zu einem guten Smartphone oder eine DSLR eher bescheiden, aber die Schärfe und die Farben sind soweit OK, dass man die Bilder für das Web oder Dokumentationen gut gebrauchen kann. Für Aufnahmen von Ferienhäusern und Grundstücken bei EBay-Kleinanzeigen oder kleinen Events reicht die Qualität alle mal und mit etwas Nachbearbeitung sind die Fotos auch für das Fotoalbum/-Verzeichnis ausreichend.

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Die Verzeichnungen an den Rändern sind da, aber für den Weitwinkel bei dem kleinen Objektiv noch recht gering.

Die Videoqualität mit 720p war jetzt nicht so wirklich berauschend. Wenn sie die Drohne bewegt, ist das Video sehr unruhig und wabbert oft etwas hin und her.

Laden ist super damit. Man fliegt den Landepunkt an bis die Drohne nicht mehr weiter runter will. Dann drückt man auf den "Landen"-Knopf und sie landet und schaltet sich ab. Die China-Drohne machte einfach immer eine Bruchlandung.

Aber für den Preis und für den privaten Gebrauch ist die Drohne wirklich sehr spaßig. SDK und EZ-Shot klingen sehr interessant und das Zweite werde ich sicher noch mal ausprobieren. Ich hoffe, dass ich auch insgesamt noch mal mehr Zeit finde mich damit zu beschäftigen :-)
User annonyme 2019-08-15 21:46

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