Ich habe in den letzten Tagen für Black Friday viele Listen von Werten hin und her gewandelt: Produktnummern aus einer Excel-Datei in SQL, per SQL abgefragte IDs in ein JSON-Array und so weiter. ChatGPT ist dabei eine große Hilfe, aber auch nicht gerade schnell. Am Ende stellte sich heraus, dass es teilweise schneller ging, sich eine kleine Web-App für diese Zwecke schreiben zu lassen, als die Liste von ChatGPT selbst transformieren zu lassen. Die Web-App hat keine 30 Sekunden in der Erzeugung gedauert und sicher auch nicht mehr als eine Minute für den Prompt.
Es fühlt sich an, als wäre Vibe-Coding schon ewig da – zumindest, wenn man in KI-Jahren rechnet. Vor ein paar Monaten war es noch “Magie”, heute ist es Alltag: LLMs, die nicht nur Code schreiben, sondern auch Gedichte, Songtexte oder Blogposts polieren.
Ich lasse mir manchmal einfach spontan ein paar Zeilen Songtext ausspucken, schmeiße sie in Suno, und zack – habe ich genau den Soundtrack, den ich in diesem Moment beim Arbeiten brauche. Verrückt, oder?
Und dann gibt es da noch Nano-Banana. Wer’s kennt, weiß: Die Zensur ist dort so streng, dass man schon mal “die erwachsene Zauberin” schreiben muss, nur damit aus einem Pixelbild ein realistisches Artwork wird. Klingt witzig, ist aber auch ein bisschen absurd.
Zurück zum Coding Doch das alles ist nur die bunte Spielwiese. Richtig spannend wird es bei Vibe-Coding:
Programme einfach in normaler Sprache beschreiben, und die KI baut sie für dich. Keine umständlichen Prompts, kein Copy & Paste – Tools wie Gemini-CLI oder JetBrains Junie holen sich die KI direkt in die IDE. Klingt nach Zukunft, oder?
Ja. Aber.
Die Wahrheit ist: Die AI denkt nicht für dich.
Wenn du selbst keine Idee hast, wie du ein Problem lösen würdest, bekommst du am Ende nur Quatsch zurück. Der Traum, einfach zwei Sätze zu tippen und die KI spuckt die perfekte App aus, ist genau das – ein Traum.
Oft muss man der KI sogar haarklein sagen, welche Libraries oder APIs sie nutzen soll. Sonst landet man bei Code, der zwar hübsch aussieht, aber in der Realität nie laufen wird.
Was wirklich zählt Nach ein paar Monaten Experimentieren habe ich gemerkt: Das Geheimnis liegt nicht im Prompt selbst, sondern in der Vorbereitung.
Ich habe mir angewöhnt, eine saubere requirements.md zu schreiben – und zwar selbst. Nicht von der KI. Darin halte ich fest:
- Welche Lösung ich mir vorstellen würde
- Welche Datenstrukturen ich brauche
- Welche Beispiele wichtig sind
- Welche Use Cases abgedeckt sein müssen
- Welche Acceptance Criteria gelten
Klingt nach klassischem Ticket-Schreiben? Genau. Eigentlich nichts Neues – nur dass es hier den Unterschied zwischen gutem und miesem KI-Code macht. Wenn man diese “Definition of Ready” sauber aufsetzt, liefert die KI plötzlich großartige Lösungen. Sogar Sicherheitsaspekte, die ich selbst nicht auf dem Schirm hatte, tauchen auf.
Fazit Die KI ist wie ein genialer Coding Monkey: schnell, fleißig und unermüdlich. Aber sie ersetzt nicht dein Denken. Sie schreibt deinen Code – sie entwirft aber nicht deine Lösung.
Lange Zeit war die erste Stelle für Platzhaltertexte immer Kraut-Ipsum. Doch dann war es weg. Nachdem nun GPT-5 rauskam brauchte ich ein paar Test-Ideen und irgendwie kam ich auf die Idee Kraut-Ipsum davon nochmal bauen zulassen.. ganz einfach und ganz simpler Prompt. Hab mich einmal bei der originalen Wort-Liste bedient aber man kann natürlich einfach sich da selber was zusammen basteln... so Firmen eigene Wort-Liste wäre auch möglich.
Da man beim einfachen Entwickeln nicht ein AWS S3-Bucket für die Entwickler bereit stellen möchte, kann man hier sehr gut MinIO verwenden. Es lässt sich schnell in docker-compose einbinden und die FileSystems von Shopware können den normalen S3-Adapter verwenden.